Interreligiöser Frauenarbeitskreis Bremen
Foto: Susanne Bukta
Was ist der Interreligiöse Frauenarbeitskreis?
Der interreligiöse Frauenarbeitskreis ist ein Projekt, das als Gesprächs- und Arbeitskreis von Frauen für Frauen gegründet wurde, die gläubig und/oder an Religion interessiert sind. Der Frauenkreis will gemeinsam Konzepte für interreligiösen Austausch und Zusammenarbeit entwickeln. Die Gruppe besteht aus deutschen, türkischen und tunesischen Frauen, aus Migrantinnen und Nicht-Migrantinnen.
Folgende Religionen sind im Kreis bisher aktiv vertreten: Katholische und evangelische Christinnen, Musliminnen und Bahá´í.
Die Schwerpunkte und Ziele
Schwerpunkt ist die interreligiöse Begegnung zwischen Frauen verschie-dener Religions- und Weltanschauungs-gemeinschaften.
Der interreligiöse Frauenarbeitskreis bietet einen Raum zum kennen lernen und reflektieren der jeweils verschiedenen
religiösen Standpunkte und Lebenser-fahrungen.
Vorurteile und Diskriminierungen in bezug auf religiöse Orientierung und fremde Kultur sollen in Gesprächen thematisiert werden.
Das Projekt will durch das Zusammen-bringen von Frauen unterschiedlicher kultureller und religiöser Identität das Verständnis für das Andere fördern. Ziel ist die Akzeptanz des Eigenen und des Anderen im interreligiösen Dialog. Fragen und Probleme zum gemeinsamen Leben und Arbeiten sollen besprochen und Lösungsansätze gefunden werden.
Ziel ist es auch, die Gleichstellung und Gleichbehandlung religiöser Orientierun-gen und Gruppen in der deutschen Gesellschaft zu fördern.
In der Praxis betrachten wir verschiedene religiöse Aspekte, wie Gebete, Gottesbilder u.s.w. Auch gegenseitige Besuche in unseren Gemeinden und das gemeinsame Begehen von religiösen Feiertagen sind geplant.
Seit wann gibt es den Interreligiösen Frauenarbeitskreis?
Wer leitet die Gruppe?
Verantwortlich ist Susanne Bukta, Religionswissenschaftlerin aus Bremen. Sie hat Projekterfahrung auf dem Gebiet der Integrationsarbeit insbesondere mit dem Schwerpunkt Religionen. Sie war in der Planungsgruppe zur Islamwoche 2002 vertreten und organisiert das Projekt "Bremer Stadtplan der Religionen von Jugendlichen für Jugendliche" für die Nacht der Jugend 2002 bis 2006.
Wo ist der Arbeitskreis angesiedelt?
Seit Juni 2002 bis Dezember 2005 wurde er vom Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales finanziell als interkulturelles Integrationsprojekt aus dem Topf "Projekt- und Selbsthilfeförderung von Vereinen und Initiativen im Referat Zuwandererangelegenheiten und
Integrationspolitik" gefördert.
Unsere Themen waren 2005 wie folgt:
31.01.05 - Berühmte religiöse Frauen: Khadidscha, die Frau des Propheten Muhammad
28.02.05 - Paradiesvorstellungen in den Religionen
10.04.05 Besuch der jüdischen Synagoge
30.05.05 Berühmte religiöse Frauen: Hildegard von Bingen aus der katholischen Tradition
27.06.05 Definition von Liebe in den Religionen - Teil I und Berichte über Israelreisen von drei Frauen aus der Gruppe
29.08.05 Definition von Liebe in den Religionen - Teil II
26.09.05 Dorothee Sölle - Berühmte Frauen aus der evangelischen Tradition
15.10.05 Iftar-Essen (Fastenbrechen) der Mevlana Moschee Frauengruppe in der ev. Gemeinde Gröpelingen
15.11.05 Beim internationalen Frauentreff in der St. Ursula Gemeinde mit dem Theaterstück des Migrantinnenrats e.V.
28.11.05 Jahresabschlusstreffen unseres Kreises in der Bahá´í Gemeinde
Nähere Informationen erfahren Sie
bei Susanne Bukta.
susanne@bukta.de
|